Schlafstörungen    Eine unangenehme Zeiterscheinung

Wenn Sie unter Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen oder depressiven Verstimmungen leiden oder wenn Ihr seelisches Gleichgewicht aus dem Tritt geraten ist, prüfen Sie die Möglichkeit der Messung des Neurostress und einer nachfolgend gezielt einsetzbaren Aminosäure-Therapie.

Das Wichtigste zum Neurostress ......
In vielen Fällen ist Schlaflosigkeit ein Symptom eines anderen zugrunde liegenden Problems. Änderungen im Lifestyle und ein besseres Umfeld sind in einigen Fällen ausreichend, bei der überwiegenden Anzahl der Patienten jedoch führen Stimmungsschwankungen, Ängste, Depressionen oder andere Stimmungsstörungen zur Schlaflosigkeit. In diesen Fällen ist eine gestörte Balance chemischer Stoffe im Gehirn, der Neurotransmitter, dafür verantwortlich. Neurotransmitter sind chemische Substanzen, die die Signalübertragung zwischen den Nervenzellen herstellen. Sie sind im ganzen Körper zu finden und für die Gehirn- und Körperfunktionen notwendig. Die unterschiedlichen Neurotransmitter haben verschiedene Wirkungen. Einige sind beruhigend, während andere anregen und das Gehirn stimulieren. Besonders die gestörte Balance von Neurotransmittern im zentralen Nervensystem z.B. GABA, Noradrenalin und Serotonin scheint Schlafstörungen zu verursachen.

Schlaflosigkeit oder Insomnie ist eine Schlafstörung, die durch die Unfähigkeit in der Nacht einzuschlafen und/oder durchzuschlafen gekennzeichnet ist. Betroffene berichten, dass sie oft nur für wenige Minuten die Augen schließen und ihre Gedanken abschalten können.

Folgende Störungen sind meist bei Schlafproblemen anzutreffen:
Schwierigkeiten einzuschlafen - häufige Unterbrechungen des Schlafes - schweres Wiedereinschlafen - frühes Aufwachen - nicht erholsamer Schlaf

Schlafstörungen können in folgende Typen eingeteilt werden:

  • Vorübergehende Schlaflosigkeit
    bezeichnet Ein- und Durchschlafschwierigkeiten, die nur wenige Tage andauern. Diese Form von Insomnie wird gewöhnlich durch Aufregung oder Stress verursacht, z. B. im Beruf, bei Antritt eines neuen Jobs, vor wichtigen Terminen, bei familiären Beziehungsstreit sowie bei Kindern vor Prüfungen etc.

  • Kurzfristige oder immer wieder auftretende Schlaflosigkeit
    Anhaltender Stress in Familie oder Beruf (Verlust eines Angehörigen, finanzielle Krisen) wie auch Verletzungen oder Faktoren wie anhaltender Lärm, können den Schlaf über einen Zeitraum von mehreren Wochen bis Monaten beeinträchtigen. Wenn der Stress nachlässt oder die Betroffenen sich an ihn gewöhnen, normalisiert sich der Schlaf in der Regel wieder.

  • Chronische Schlafstörungen
    Von chronischen Schlafstörungen spricht man, wenn diese über ein halbes Jahr lang anhalten. Chronische Schlafstörungen haben oft Lifestyle- oder gesundheitlichen Ursprung, wie chronische Schmerzen, häufige Kopfschmerzen, Depression und andere Stimmungsstörungen, Medikamente, Genussmittel und Alkoholmissbrauch, krankhaftes Schnarchen (Schlafapnoe), das Beschwerdebild der unruhigen Beine (Restless Legs) und Schichtarbeit. Nach einer Studie der Amerikanischen Gesellschaft für Schlafmedizin stellen körperliche Beschwerden - wie z. B. Muskelaktivitäts- und Atmungsstörungen - in 50% die Ursache für andauernde Schlafstörungen dar.

Die Aminosäuretherapie - Eine sanfte Alternative
Viele Medikamente zur Behandlung von Schlaflosigkeit imitieren entweder Neurotransmitter oder verteilen vorhandene Neurotransmitter um. Sie wirken bei bereits vorhandenen Neurotransmittern, ändern aber nicht die gesamte Neurotransmitterversorgung. Dadurch ist deren Effektivität nicht selten begrenzt. Wenn die Neurotransmitterversorgung unter einen kritischen Wert fällt, verlieren einige Medikamente schlicht die Wirkung. Um einer gestörten Neurotransmitter-Balance möglichst effektiv zu begegnen, ist eine individuelle Zufuhr von Neurotransmittervorstufen sinnvoll. Deren Zusammensetzung sollte durch eine Messung der Neurotransmitterwerte im Urin eingestellt werden.

Führende Wissenschaftler haben einen einfachen Urin- und Speicheltest zur Bestimmung von Neurotransmitterdysbalancen entwickelt. Je nach Testergebnis werden verschiedene hoch effektive therapeutische Stufenprogramme zur Behandlung vorgeschlagen. Diese kombinieren spezielle Aminosäuren, Vitamine, Mineralien und Naturstoffe, die nebenwirkungsarm die körpereigene Produktion von spezifischen Neurotransmittern unterstützen.

Die Messung des Neurostress
Voraussetzung für eine erfolgreiche Aminosäuretherapie ist eine Laboranalyse, die Auskunft über die im Körper verfügbaren Neurotransmitter und Stresshormone gibt. Dafür wurde ein einfacher Urin- und Speicheltest entwickelt. Einzelheiten finden Sie hier

Hinweis: Vortrag "Neurostress, Depressionen, Erschöpfung und Appetitstörungen - Neue Behandlungsmethoden" von Dr. W. Fassnacht, Oberstaufen Vortragstermine