Hormone - Was bewirken sie?  Was passiert bei Hormonmangel?  Wie sinnvoll sind Hormonpräparate?

Funktion Mangel Hormongabe
Testosteron Testosteron wird in den Hoden und im Eierstock (auch nach den Wechseljahren) gebildet. Ausbildung der männlichen Geschlechtsmerkmale, Samenproduktion, Libido, fördert Muskel- und Knochenaufbau, Fettverbrauch, körperliche Leistungsfähigkeit. Leistungsabfall, Schlafstörungen, Schwindel, Knochen-brüchigkeit, Muskel- und Gelenkbeschwerden, Konzentrationsmangel, depressive Verstimmung Potenzstörungen, Fetteinlagerung am Bauch.

Bei Frauen: keine Lust auf Sex, Sport und Fleisch, Cellulite und fehlender Muskelaufbau, fehlende Durchsetzungsfähigkeit, depressive Stimmung.
 
Vor einer Therapie sollte immer eine ärztliche Untersuchung durchgeführt werden
Östrogene Östrogenmangel tritt schon bei vielen jungen Frauen mit Stress, Untergewicht und nach langer Pilleneinnahme auf. Wenn man Glück hat, produzieren die Eierstöcke noch bis 50 ausreichend davon.
Anregung der Befeuchtung der Schleimhäute, Wasserbindungsfähigkeit der Haut, Funktion der weiblichen Geschlechtsorgane, Stimmungsstabilität, Schutz vor Osteoporose

viele kleine Falten und Haarausfall an der Kopfoberseite, schlaffe, schwindende Brüste
hoher Blutdruck, hohe Blutfette, Gelenk- schmerzen und -verschleiß, Hitze- wallungen, Knochen- schwund, depressive Verstimmung, Austrocknen der Haut und Schleimhäute, Einschränkung des Geruchs- und Geschmackssinns

Erhöht geringfügig das Risiko für Brustkrebs.
Aber: Osteoporose und Darmkrebs werden durch Östrogengaben deutlich verringert!

DHEA Vorstufe der Sexualhormone; Positive Effekte auf Fettabbau, Knochendichte, Leistungsfähigkeit, Immunabwehr, Stimmungslage und Gedächtnisleistung

Gestörte Immunfunktion, Abnahme der Gedächtnisleistung, Stoffwechselprobleme, Risiko für Herz- Kreislauferkrankungen, Entstehung von Tumoren

Steigert Stimmung, Antrieb und Wohlbefinden bei Mann und Frau. DHEA-Gaben sollten ärztlich kontrolliert werden.

Melatonin Steuert die innere Uhr; fördert Einschlafen und regelt Schlafrhythmus; hat antioxidative, immunsteigernde und tumorhemmende Wirkungen

Einschlafprobleme, Grübeln in der Nacht, seltene, wenig Träume, oberflächlicher Schlaf, Schwäche des Immunsystems

Bei manchen Menschen ist die Hormongabe wirkungslos.

Wachstums-Hormon Wachstumshormon wird in der Hypophyse gebildet. Kinder brauchen es zum Wachsen. Bei Erwachsenen sorgt es für die laufende Erneuerung z.B. von Haut, Haaren, Blut etc. Zuständig für Zellwachstum, Fettabbau, Muskelaufbau und Körperregeneration; wird im Schlaf, im Hungerzustand und bei Bewegung freigesetzt

Vermindertes Längenwachstum, geschwächtes Immunsystem, Depressionen, Blutarmut, Zahnfleischschwund, Haarausfall, tiefe Falten, viel Fett, wenig Muskeln, Osteoporose, Erschöpfung, schlechte Erholung nach körperlicher Belastung, wenig Selbstwertgefühl

Nur bei medizinisch bedeutsamen Mangelzuständen. Wachstumshormon muss täglich gespritzt werden. Oft nur für ein halbes Jahr. In dieser Zeit wird der Lebensstil verändert, damit der Therapieerfolg für eine Zeit anhält. So ist die Therapie bezahlbar und risikoarm. In niedriger Dosierung weitgehend unbedenklich.

Progesteron Progesteron wird nach dem Eisprung aus dem Gelbkörper gebildet. Es lässt die Gebärmutterschleimhaut ausreifen und erhält die Schwangerschaft. Natürliches Beruhigungs- und Entwässerungsmittel der Frau. Wichtig für weibliche Brust, Fortpflanzungsorgane und Haut; spielt Rolle bei Gedächtnisleistung, Knochenaufbau; wirkt Fettbildung entgegen. Beim Mann ohne Funktion.

verstärkte und gehäufte Regelblutung, Brustspannen und Verstopfung vor der Periode, aggressiv und schlaflos vor der Periode, Kopfschmerzen vor der Periode, Besenreiservarizen, Faltenbildung, Cellulite

Hormonsubstitution ist fast immer Kombination aus Östrogen und Progesteron, seit einigen Jahren auch Progesteron allein.

Thyroxin Schilddrüsenhormone spielen die erste Geige im Orchester der Hormone. Schilddrüsenunterfunktionen durch Knoten, Jodmangel oder Autoimmunentzündungen häufen sich.

trockene, übermäßig verhornende Haut, Haarausfall am ganzen Kopf, Schwellungen um die Augen, Verstopfung, Kopfschmerzen, Müdigkeit trotz ausreichend Schlaf, nachlassende Merkfähigkeit, unerfüllter Kinderwunsch

Dosisfindung erfolgt vorrangig nach Beschwerdesymptomatik, nicht nach Labor!


Sie können im Anti-Aging Center Allgäu Ihre Hormone messen lassen. Die Auswertung erfolgt durch einen Arzt Ihres Vertrauens. Sind die Hormone niedrig, können sie mit natürlichen Maßnahmen angehoben oder mit einer Hormonersatztherapie substituiert werden.